Kupfersulfat

Kupfersulfat, alias Kupfervitriol, ist das Salz, das Kupfer beim Kontakt mit Schwefelsäure bilden kann. Es ist bei Wassereinlagerung blau und ansonsten farblos.


Kupfersulfat - ein sehr vielseitiger Stoff

Kupfersulfat-Kristall

Kupfersulfat wurde in der Vergangenheit auch als Kupfervitriol bezeichnet. Es ist das aus der Schwefelsäure gebildete Kupfersalz. Es setzt sich aus positiv geladenen Kupfer-Kationen und Sulfat-Ionen aus einem Atom Schwefel und vier Atomen Sauerstoff zusammen. Kupfersulfat ist farblos und gilt als nicht brennbar. Kupfersulfat hat die Eigenschaft, sich gut in Wasser auflösen zu können. Werden aus dem Kupfersulfat Hydrate gebildet, also es wird Wasser eingelagert, nehmen sie eine blaue Färbung an. Kupfersulfat kommt als natürliches Substrat vor. Es entsteht, wenn sulfidische Kupfererze der Witterung ausgesetzt sind und sich zersetzen. Allerdings handelt es sich dabei immer um Formen, die mit Wasser angereichert sind.






Aufbau


Die typisch blauen Kristalle können körnig, aber auch faserig oder krustenförmig sein. Dieses Mineral wird auch als Chalkanthit bezeichnet und gilt als sehr selten. Neben den diversen blauen Schattierungen kann es auch grünlich oder türkisfarben getönt sein. Bevorzugt ist es in zugeschütteten Stollen alter Kupferbergwerke zu finden, die von den Bergleuten als "Alter Mann" bezeichnet werden. In Deutschland gibt es mehrere Fundorte, die vom Schwarzwald über das Sauerland und das Erzgebirge bis hin zu Thüringen und den auf der niedersächsischen Seite befindlichen Teil des Harzes reichen. Soll Kupfersulfat künstlich hergestellt werden, stehen dafür im Labor zwei Wege zur Verfügung. Zum Einen kann man Kupferhydroxid mit Schwefelsäure reagieren lassen. Der im Labor und im industriellen Einsatz angewendete Weg ist die Initiierung einer Reaktion von Schwefelsäure wahlweise mit Kupfersulfiden oder mit Kupferoxiden. Damit lassen sich auch größere Mengen an Kupfersulfat erzeugen, das heute als das wichtigste aller Salze des Kupfers gilt.


Wie man daheim selber Kupfersulfat herstellen könnte kann man in folgendem Video erkennen. Aus Wasserstoffperoxid, konzentrierter Schwefelsäure und ein paar Kupferstückchen kann man Kupfersulfat erstellen. Das Endprodukt hat die für Kupfersulfat in Wassereinlage bläuliche Farbe. Ebenfalls gesehen werden kann, was passiert wenn zu viel Kupfer (inklusive Eisen) in eine Mischung aus Wasserstopffperoxid und Schwefelsäure gelangt.